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Oertle, Vincenz:
"PRO PETRI SEDE" – Die päpstliche "Fremdenlegion"
Die
sich über vier Jahrhunderte erstreckende
Militärtradition der eidgenössischen Fremddienste ist
nur teilweise erforscht. Die Solddienste im bourbonischen und
napoleonischen Frankreich, im Königreich beider Sizilien
(Neapel) sowie die im Jahre 1506 von Papst Julius II.
gegründete Schweizergarde sind bereits umfangreich
dokumentiert. Hingegen wenig beachtet blieb, daß im 19.
Jahrhundert auch Schweizer Linieninfanterie unter den Feldzeichen des
Kirchenstaates diente. Die offizielle Bezeichnung dieser Truppen
lautete "Reggimenti Esteri" (Fremdenregimenter), die nahezu drei
Jahrzehnte die "Korsettstangen" der päpstlichen
Streitkräfte bildeten. Nach ihrer Auflösung im Jahre
1861 fiel ihre Rolle multinationalen Freiwilligenverbänden zu.
Belgier, Italiener, Kanadier, Holländer, Franzosen, Schweizer,
Iren, Südamerikaner, Ungarn, Österreicher, Deutsche,
Spanier und Schweden waren zum Schutze des Heiligen Vaters
herbeigeeilt, um schließlich im September 1870 aus dem
nunmehr vereinten Italien abgeschoben zu werden.
In
seinem Artikel versucht der Autor etwas Licht in das Dunkel dieses
Kapitels der Militärgeschichte des Kirchenstaates zu bringen.
Bildliche Ergänzung erfährt der Artikel durch
einzigartige, aus altem Walliser Besitz stammende Originalaufnahmen der
1860er Jahre sowie durch die originellen, uniformkundlich aber nicht
ganz zuverlässigen Aquarellen des Zürcher
Infanteriemajors und Militärmalers Alfred von Escher
(1833-1905).
Die
Abbildung zeigt einen bayerischen (?) Leutnant der Zuavi in piccola
tenuta, Ritter des St. Gregorius-Ordens und Veteran der Schlacht bei
Castelfidardo. (Originalaufnahme, beschriftet "Hommage respectueux,
Rome 15. Septembre 1861, F. Hefner": Sammlung Autor)
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Friedrich, Wolfgang:
Die Uniformierung der kursächsischen Armee zur Zeit der Schlacht bei Jena im Jahre 1806
Im
2. Teil der dreiteiligen Artikelserie beschreibt der Verfasser im
Zusammenhang mit sechs anschaulichen Farbtafeln sehr detailliert und
umfassend die Uniformierung des Artilleriekorps,
einschließlich der am 1. Mai 1806 errichteten reitenden
Batterie, des Ingenieurkorps, der schweren Kavallerie (hier das
Regiment Karabiniers und das Kür.-Rgt. von Kochtitzky), der
Chevauxlegers-Regimenter und des 1791 errichteten Husarenregiments vor.
Auf der Tafel ist die Uniformierung der kursächsischen Artillerie (ohne berittene Batterie) im Jahre 1806 dargestellt.
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