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Die »Zeitschrift für Heereskunde« Ausgabe 408 (Auszüge)

Leng, Rainer: Deutsche kriegstechnische und taktische Bilderhandschriften und Trakte
(Festvortrag anläßlich der Verleihung des Werner-Hahlweg-Preises am 12. September 2002 in Halle)

Dieses Thema faßt eine Quellengruppe
ins Auge, die bisher sträflich vernachlässigt wurde. Die Erforschung von Büchsenmeisterbüchern und taktischen Lehrschriften, die allein für das 15. und 16. Jahrhundert in über 300 Handschriften überliefert sind, stagnierte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Nur gelegentlich flackerte das Interesse in abgelegenen Randbereichen auf.
Doch hat jene so dichte Überlieferung vieles zu bieten: die präzise Innenansicht zunächst der Technik, aber dann auch der Taktik des Krieges gerade in jener Zeit, als das traditionelle, von ritterlichen Lehnsaufgeboten geprägte Kriegswesen des Mittelalters sich vom Feld in den höfischen Roman verabschiedet. Sie sind darüber hinaus unmittelbare Dokumente einer Zeit, in der mit Söldnertum und Artilleriegebrauch exakt jene sozialen und technischen Wandlungserscheinungen eintraten, die das Militärwesen der Neuzeit begründeten.


Herr, Ulrich:
Militärische Uniformen des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach 1845 - 1868
2. Das Großherzogliche Infanterie-Regiment 1845 bis 1866

Das Erscheinungsbild des Regiments im Jahre 1866 ist bereits von dem bekannten Uniformkundler und –maler Professor Richard Knötel auf zwei Tafeln seines berühmten Werkes "Geschichte der Entwicklung der militärischen Tracht" (Uniformkunde Band IX) sehr anschaulich dargestellt. Auch eine weitere Abbildung aus seiner Hand gibt eine Übersicht der Uniformentwicklung im Zeitraum von 1845 bis 1870. Da sich die Uniform des Regiments nach der Einführung des Waffenrockes und der Pickelhaube im Jahre 1845 nicht grundlegend geändert hat, geht der Verfasser in seinem Beitrag auf weniger bekannte Details ein, sowie auf die Uniformierung der "Nicht-Streitbaren", die in der Heeres- und Uniformkunde stets ein Schattendasein führten und noch immer führen.