Neue Leitung beim MHM der Bundeswehr in Dresden

Der
Amtschef des MGFA Oberst Dr. Mack (Mitte) mit dem scheidenden
Museumsleiter OTL v. Richthofen (rechts) und dem neuen Leiter OTL
Dr. Rogg (links).
Mit Oberstleutnant
i. G. Dr. phil. habil. Matthias Rogg hat das Militärhistorische
Museum (MHM) der
Bundeswehr in Dresden einen neuen Leiter. Der Amtschef des
Militärgeschichtlichen Forschungsamts (MGFA) in Potsdam, Oberst Dr.
Hans-Hubertus Mack, vollzog am 28. Juni in einer Feierstunde die
Kommandoübergabe vom bisherigen Leiter Oberstleutnant Ferdinand
Freiherr von Richthofen, der als Inspektionschef zur
Heersoffizierschule Dresden wechselt, an den habilitierten
Historiker und Privatdozenten. Dr. Rogg durchlief nach seiner
Ausbildung zum Panzeroffizier verschiedene Verwendungen, u .a. als
Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim MGFA und Referent im
Planungsstab des Verteidigungsministeriums. Er hatte 1998 mit der
Arbeit „Soldatenbilder. Studien zur bildlichen Darstellung von
Kriegsleuten im 16. Jahrhundert“ an der Universität Freiburg
promoviert. Diese Arbeit erhielt im Jahr 2000 den „Werner-Hahlweg-Preis
für Militärgeschichte und Wehrwissenschaften“. Mit einem Thema zu
Militär und Gesellschaft in der DDR habilitierte sich Dr. Rogg 2008
im Fach Neuere Geschichte an der Universität Potsdam. Museologische
und heereskundliche Berührungspunkte ergaben sich durch die
Erarbeitung des Katalogs des Luftwaffenmuseums, der Mitarbeit an der
Herausgabe der „Altpreußischen Offizierportraits“ aus dem Nachlass
von Hans Bleckwenn und der Mitarbeit am Aufbau, der Konzeption und
Gestaltung des Museums des Dreißigjährigen Krieges in Wittstock/Dosse.
Vorrangige Aufgabe
des neuen Leiters wird es nun sein, die derzeit noch laufenden
Baumaßnahmen zum Abschluss zu bringen und die Einrichtung der neuen
Dauerausstellung zu organisieren, so dass das MHM nach dem
derzeitigen Stand der Planungen im Oktober 2011 wieder eröffnet
werden kann (Das Museum ist ab dem 12. September 2010 bis zur
Wiedereröffnung ganz geschlossen!).
Rolf Wirtgen

Ende Juni 2010
sind der Innenausbau und die Anbringung der Glasverkleidung des von
Architekten Daniel Liebeskind gestalteten Keils, der das alte
Arsenalhauptgebäude durchdring und der die Zäsur in der deutschen
Geschichte symbolisieren soll, noch in vollem Gange (Fotos: R.
Wirtgen).