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Zehnte Verleihung des
Werner-Hahlweg-Preises für Militärgeschichte und Wehrwissenschaften
von Rolf Wirtgen
Aus Anlass der
zehnten Verleihung des Hahlweg-Preises organisierte Prof. Dr. Sönke
Neitzel, der dem Wissenschaftlichen Beirat zur Verleihung des
Hahlweg-Preises erst seit kurzem angehört, ein dreitätiges
Kolloquium zur Militärgeschichte für Nachwuchswissenschaftler/
-innen an der Universität Mainz. Die mit ausrichtenden Arbeitskreise
„Militärgeschichte“ und „Militär und Gesellschaft in den Frühen
Neuzeit“ sowie das „Komitee zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs“
hatten im Vorfeld zur Einreichung von Vortragsmanuskripten
aufgefordert. 50 junge Damen und Herren reichten Vorschläge ein,
wovon 13 ausgesucht wurden. In sechs Panels, die jeweils von einem „Chair“
geleitet und von einem etablierten Fachwissenschaftler kommentiert
wurden, trugen die Nachwuchswissenschaftler vom 17. bis 18. Mai im
Senatsaal vor einer stattlichen Zuhörerschaft vor und gewährten
tiefe Einblicke in ihre Forschungen, zumeist Dissertationsprojekte.
Die Panels standen unten den Themenschwerpunkten „Biographische
Perspektiven“, „Die Schlacht als Analyseinstrument“, „Militärische
Fremdherrschaft“ und „Erfahrungen und Deutungen des Krieges“. 
Am Nachmittag
des 18. Mai überreichte dann der Präsident des Koblenzer Bundesamtes
für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) Harald Stein als Verwalter des
Erbes unseres früheren Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Prof.
Hahlweg in einer Feierstunde Urkunden und Preise an fünf junge Damen
und Herren. Prof. Dr. Volker Schmidtchen, Vorsitzender des
Wissenschaftlichen Beirats, würdigte die Preisträger für ihre
herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der
Militärgeschichte.
Abb. 1: Präsident BWB Harald Stein
(rechts) verliest die Urkunde der 1. Preisträgerin Dr. Tanja Bührer
aus Bern; links der Vorsitzende des Wiss. Beirats Prof. Dr. Volker
Schmidtchen
Die
diesjährigen Preisträger
1.
Preis (4.300 Euro) für
Frau Tanja Bührer, Bern, für ihre Berner Dissertation
„Koloniale Sicherheitspolitik in Deutsch-Ostafrika“
2. Preis
(2.200 Euro) für Christian Kehrt, Aachen, für seine
Darmstädter Dissertation „Moderne Krieger – Die Technisierung der
Kriegserfahrung deutscher Militärpiloten 1908 – 1945“
Weiterer 2. Preis für
Rüdiger Bergien, Berlin, für seine Potsdamer Dissertation „Die
bellizistische Republik. Wehrkonsens und Wehrhaftmachung in
Deutschland 1918 bis 1933“
3. Preis
(1.400 Euro) für Martin Clauss,
Berlin, für seine Regensburger Habilitationsschrift
„Kriegsniederlagen im Mittelalter. Darstellung – Deutung
–Bewältigung“
Weiterer 3. Preis für
Wencke Meteling, Marburg, für ihre Marburger Dissertation
„Offiziere, Regimenter und Zivilbevölkerung von Frankfurt (Oder) und
Orléans im deutsch-französischen Krieg und Ersten Weltkrieg“

Abb. 2: Gruppenbild nach der Preisverleihung; v .l .n .r: Präsident
BWB Dipl.-Ing. Harald Stein, Dr. Rüdiger Bergien (2. Preis), Dr.
des. Wencke Meteling (3. Preis), Dr. Tanja Bührer (1. Preis), Dr.
Christian Kehrt (2. Preis), Dr. Martin Clauss (3. Preis) und Prof.
Dr. Volker Schmidtchen
Mit diesen
Nachwuchswissenschaftler/-innen stieg die Zahl der
Hahlweg-Preisträger seit der ersten Verleihung im Jahre 1992 auf
immerhin 39. Der Wissenschaftlich Beirat hatte in diesem Zeitraum
317 zum sehr umfangreiche Einreichungen zu begutachten.
Unterrepräsentiert blieben von Anfang an und zum Bedauern des
Präsidenten und des Wiss. Beirats Arbeiten, die die sich mit der
Geschichte der Militärtechnik befassen. Um solche Arbeiten zu
fördern, wird die Namensgebung des Preises angepasst. Er heißt in
Zukunft
„Werner-Hahlweg-Preis
für Militärgeschichte und Militärtechnikgeschichte“.
Das
nächste Ausschreibungsfenster für den Hahlweg-Preis 2012 beginnt am
1. Oktober diesen Jahres und endet am 31. März 2011.
Jahreshauptversammlung vom 6. bis 8. Mai 2010 in Kulmbach
Die diesjährige Hauptversammlung
führte über 70 Teilnehmer in die oberfränkische Bierstadt Kulmbach.
Der Freitag war traditionell den Exkursionen vorbehalten. Mit Bussen
ging es zunächst auf die schon weithin sichtbare, die Stadt
überragende Plassenburg; in der nicht nur das bekannte
Zinnfigurenmuseum, sondern auch das recht neue Museum „Die
Hohenzollern in Franken“ und das „Armeemuseum Friedrich der Große“
untergebracht sind.
Neuuwahl des
Vorstandes:
Vorsitzender:
Dr. Rolf Wirtgen,
1. Stv. Vorsitzender:
Dr. Frank Wernitz,
2. Stv. Vorsitzender
Bernd Windsheimer
Sekretär
Dr. Frank Buchholz,
Stv. Sekretär
Dr. Gerhard Bauer,
Kassenwart
Dr. Michael Hinneburg,
Stv. Kassenwart
Manfred P. Schulze,
Kassenprüfer
Dr. Klaus-Dieter Kaiser,
Stv. Kassenprüfer
Georg Helmchen,

Der neue Vorstand kurz nach der Wahl (v. l. n. r.): Bernd
Windsheimer, Dr. Frank Wernitz, Dr. Rolf Wirtgen, Dr. Gerhard Bauer,
Dr. Michael Hinneburg, Dr. Frank Buchholz (Foto: Dr. K. Kromann)
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